10.06.2019 von 11°° bis 21°° geöffnet

23.07.2019 bis 07.08.2019 Beriebsruhe.
Während der Betriebsruhe, bieten wir Ihnen aber trotzdem unseren Buffeeservice
zum abholen an. Bitte sprechen Sie uns darauf an!
Ab dem 08.08.2019 hat die Gaststube wie gewohnt für Sie geöffnet.

22.12.2019 von 11°° bis 14°° geöffnet, Abends geschlossen
23.12.2019 & 24.12.2019 An beiden Tagen bleibt unser Lokal geschlossen!
25.12.2019 von 11°° bis 14°° geöffnet, Abends geschlossen
26.12.2019 von 11°° bis 14°° & 17°° bis 21°° geöffnet
27.12.2019 von 17°° bis 22°° geöffnet
28.12.2019 von 11°° bis 22°° geöffnet
29.12.2019 von 11°° bis 21°° geöffnet
30.12.2019 von 17°° bis 21°° geöffnet
31.12.2019 von 17°° bis 22°° geöffnet
01.01.2020 von 11°° bis 14°° geöffnet, Abends Geschlossen


Bitte beachten Sie nur die Öffnungszeiten auf unserer Webseite oder in unserem Google-Profil sind gültig!
Auf fehlerhafte Angaben auf Webseiten von unautorisierten Drittanbietern haben wir leider keinerlei Einfluss.

Unsere regulären Öffnungszeiten sind:

Montag 17:oo - 21:oo Uhr
Dienstag Ruhetag
Mittwoch Ruhetag
Donnerstag 17:oo - 22:oo Uhr
Freitag 17:oo - 22:oo Uhr
Samstag 11:oo - 22:oo Uhr
Sonntag 11:oo - 21:oo Uhr

Abweichende Öffnungszeiten nur nach vorheriger Vereinbarung!
Reservierungen bitte telefonisch unter: 03586-7658071

Der Küchenschluss richtet sich nach den Öffnungszeiten.
Wir behalten uns weiterhin vor eine Stunde früher zu schließen, falls keine Gäste mehr anwesend sind!

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Kurzfristige Anfragen bitte nur telefonisch unter : 03586-7658071


Hier gibt´s, was den Räuber und sein Gefolge bei Kräften hält!


Was Schnelles auf des Räubers Flucht
• Kraftbrühe mit Fleisch-Klößchen
• Eine Tasse frische Räuber-Soljanka mit Zitrone, Schlagsahne und eine Scheibe Toast
• Eine Tasse legendäre Knoblauchsuppe (Gebunden) mit Knoblauchcroutons
• Eine Tasse Tomatensuppe (ungebunden) mit Croutons
• Geflügelwürzfleisch dazu Toast und Zitrone oder als Doppelte Portion


Was Karasek auf seinem Pfad fand
Vegetarische und Vegane Gerichte
• Gebackener Camembert mit 2 Scheiben Toast dazu Wildpreiselbeeren und Salatbeilage
• Gebackene Champignons mit Knoblauchdipp und kleinem gemischten Salat
• Vegane Gemüse-Räuberpfanne mit angebratenen Kartoffel-drillingen in Tomatensoße
• Spätzlepfanne mit bratgemüse der saison und Frisch geriebenem Käse


Leibspeisen der Räuberbräute
• Geriebener Böhmischer Gurkensalat in Dillrahmdressing
• Salat Capresé mit Balsamico-Cremé dazu Rucola-Pesto und 2 Scheiben Mischbrot (Tomate mit Büffelmozzarella)
• Großer Salat Teller mit frischem Dressing Wahlweise mit Hirtenkäse, mit Hähnchenstreifen, mit Garnelen


Räubers Anglerglück
• Gebratenes Zanderfilet mit Dillkruste dazu Rosmarin-Kartoffeln, frische Gartenkräutersoße und Salatbeilage
• Lachsfilet (ca. 200g) gebraten dazu Wildreis, frische Gartenkräutersoße, Grilltomate mit Sauce-Hollandaise überbacken und Salatbeilage
• Gebratene Forelle (ausgelöst) mit Mandelbutter, Petersilien-Kartoffeln und Salatbeilage


Räuberschmaus aus Topf und Pfanne
• Schweizer Wurstsalat mit Käse, Frischen Zwiebeln, Saurer Gurke und Mischbrot
• Kalte Räuberplatte mit Aufschnitt, Sülze, Käse, Mischbrot, herzhafte Gurke und Butter
• Oberlausitzer Flecke süß-sauer mit Petersilien-Kartoffeln
• Oberlausitzer Stubberle mit Sauerkraut und warmer Landleberwurst
• Hausgemachte Sülze vom Eisbein mit handgemachter Remoulade und Salatbeilage - Wahlweise mit Mischbrot oder mit Bratkartoffeln
• Räuberschnitte – 2 Scheiben frittiertes Mischbrot, mit Feuerfleisch und frisch geriebenem Käse Überbacken, Salatbeilage
• 2 herzhaft saftige Räuberschnitzel vom Schwein mit Bratkartoffeln oder Pommes frittes und Möhrengemüse
• Zwiebelsteak mit Bautzner Senf und Salatbeilage - Wahlweise muf Mischbrot oder mit Bratkartoffeln
• Schweine Steak Zigeuner-Art dazu Pommes Frittes und Salatbeilage
• Überbackenes Kasslersteak mit Zwiebeln, Bratkartoffeln und Salatbeilage
• „Steak ou four“ (mit Würzfleisch überbacken) dazu Bratkartoffeln und Salatbeilage
• Hähnchenbrustfilet mit Tomate-Mozzarella überbacken dazu Bandnudeln, Tomatensoße und Salatbeilage
• Rinderzunge mit Brauner Butter, Petersilien-Kartoffeln und Schwarzwurzelgemüse
• Rinderroulade mit hausgemachten Kartoffelklößen und Apfelrotkohl
• Wildgulasch mit Preiselbeeren und Schlagsahne dazu Handgemachte Böhmische Knödel und Apfelrotkohl
• Heiße Räuberpfanne auf dem Holzbrett mit Bratkartoffeln, Zwiebelsteak, Steak Zigeuner-art und Kasslersteak dazu Salatbeilage
• Heiße Schlemmerpfanne auf dem Holzbrett mit Pommes Frittes, Steak ou four, Hähnchenbrust mit Tomate-Mozzarella Überbacken und Überbackenes Kasslersteak dazu Salatbeilage


süßer Räubertraum
• Eisschokolade
• Gemischtes Eis mit Schlagsahne
• Rumtopf mit einer Kugel Vanilleeis
• Vanilleeis mit heißen Kirschen und Schlagsahne
• Kirschgrütze mit Vanillesoße
• Sanfter Engel mit Vanilleeis, Orangensaft und einem Schuss Rum
• Schokobecher mit Eierlikör und Schlagsahne
• Schwedenbecher mit Apfelmus, Eierlikör und Schlagsahne
• 1 Frische Waffel (Puderzucker und Schlagsahne) oder
• 2 Frische Waffeln (Puderzucker und Schlagsahne)

Für Interessierte sei zum Namen dieser Gaststätte erwähnt:

Der Räuberhauptmann Karasek spielte vor ca. 220 Jahren eine nicht unbedeutende Rolle in der Geschichte der Oberlausitz. Überliefert ist auch, dass Karasek mit seinen Kumpanen häufig die Wirtshäuser aufsuchte und dabei reichlich zechte.


Zur Geschichte
Die Räuberbande um Karasek war vor ca. 220 Jahren in der hiesigen Region durch massive Einbrüche berüchtigt geworden.
1764 wurde Johannes Karasek bei Prag geboren. Aus der kaiserlich österreichischen Armee desertiert, kam er nach Sachsen und in die Oberlausitz. Erst als Tischler, dann als Händler und Hausierer tätig, schloss er sich bald der Räuberbande von Palme in Neuleutersdorf (Dörfel) an, die ihn 1797 zum Räuberhauptmann wählte. Die Bande nutze die damaligen Grenzverhältnisse um die böhmische Enklave Niederleutersdorf mit den Ortsteilen Neuwalde, Neuleutersdorf und Josephsdorf aus und hatte hier in der Nähe ihr Hauptquartier: in der Kreibichschenke von Neuwalde. Nachweislich verübte Karasek mit seiner Bande in 3 ½ Jahren mehr als 24 Einbrüche, überwiegend bei Händlern, Faktoren, Gutsherren, Mühlenbesitzern und Großbauern. Dies geschah jedoch immer außerhalb der Enklave. Aber hier in der Enklave fanden sie stets Unterschlupf, denn sie waren auf böhmischem Gebiet und konnten damit zunächst nicht behelligt werden.
Der letzte Überfall der Bande fand hier in nächster Nähe in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August 1800 bei Glathe im Rittergut von Oberleutersdorf I statt. Danach wurde die Bande gefangen genommen (von Dragonern, die in Hainewalde stationiert waren) und eventuell wurden hier in der damaligen Jagdhütte des Oberleutersdorfer Rittergutes I die zuerst aufgespürten Räuber festgehalten. Ansonsten ist ein direkter Zusammenhang zum Namen Karasek nicht nachzuweisen. Wahrscheinlicher ist, dass der Name von der Kreibichschenke, welche 1804 „rasiert“ wurde, übergesprungen ist.
Auf Grund der Missetaten mussten Karasek und die Bandenmitglieder sich einem Verhör im Oberkretscham von Oberleutersdorf unterziehen. Hier wurden sie auch die ersten Tage festgehalten. Danach kam es zur Überführung nach Bautzen und danach zur Verurteilung. Dort stellt man sie auch an den Pranger und sperrte sie in die Frohnfeste ein. Zunächst waren es für die meisten Räuber Todesstrafen, die aber später nach Gnadengesuchen in lebenslange Kerkerhaft umgewandelt wurden. 1809 starb Johannes Karasek nach schwerer Krankheit in den Dresdener Kasematten als Baugefangener.
Ein Turm auf der Bautzener Ortenburg, der einstigen Frohnfeste, trägt seinen Namen.
Im Buch „Johannes Karasek, der bekannte und gefürchtete Räuberhauptmann der Oberlausitz“ wurde der Stoff romanhaft verarbeitet.
Überliefert ist, dass Karasek mit seinen Kumpanen häufig die Wirtshäuser aufsuchte und dabei reichlich zechte.
Zu den Bandenmitgliedern und der Geschichte der Kreibichschenke findet man hier im Gasthaus Infomaterial (im Höllewinkel).

https://leutersdorf.de/joomla/index.php/tourismus/heimatgeschichte/30-heimatgeschichte

Wandermöglichkeiten
Eine Orientierungstafel am Parkplatz gibt Auskunft über zahlreiche Wandermöglichkeiten. Dabei findet man auch viele Informationen zur Geschichte. Alle Wege sind im Internet vom Leutersdorfer Wegewart beschrieben.

https://leutersdorf.de/joomla/index.php/tourismus/wanderwege/20-karasekrunde

Karasek Lebenslauf

Johannes Karasek / Karaseck – ein Räuberhauptmann

Karaseks Leben ab seiner Jugendzeit
1764 in SMICHOV, damals bei Prag, geboren, ist jetzt ein Prager Stadtteil. Seine Schulbildung liegt im Dunkeln.
1786 in Prag bei Herrn v. Meinrad als Tischler angestellt, Liebelei mit dessen adliger Tochter,
1787 als Rekrut gezogen, Soldat in Galizien
1790 Bekanntschaft mit dem Soldaten Palme, Bandenführersohn aus dem böhmischen Dörfel Neuleutersdorf
1794 Karasek wird wieder nach Prag abkommandiert, er ist inzwischen Korporal. Sein Regiment soll zum Kampf gegen die französ. Revolutionsarmee in Norditalien ausrücken. Karasek macht sein langgeplantes Vorhaben wahr: er desertiert. Bürgerlich einfache Kleidung mit Tischlerhandwerkszeug im Sack machen ihn unverdächtig. Flucht nach Norden, Richtung böhmisches Dörfel und Oberlausitz. In drei Tages- und Nachtmärschen erreicht er Großschönau, dort Arbeitsaufnahme bei Tischler Mättig.
1795 Karasek kommt nach dem Dörfel, das er vom Hörensagen des Palme jun. gut kannte. Hier lernt er Magdalena Kreibich kennen und heiratet sie in der katholischen Hofkirche zu Dresden am 26.9.1795 Er handelt nun für die Räuberbande Palme als Hausierer in einem Radius von bis 40 km.
1796 Sein Freund Palme jun. kann vor einem Kriegszug ins Rheinland ebenfalls desertieren und kehrt zu Familie und Bande heim. Karasek wird als .Händler’ enttarnt und kann deshalb als solcher nicht mehr tätig sein.
- Teilnahme an seinem 1. Raubzuge beim Engelmüller im Grunde (St. Georgenthal/Niedergrund).
- Sogenannter Brandel Sepp aus Böhmisch Leipa wird um 200 Gulden „erleichtert”. Karasek gaunert ihm die Summe für einen angeblichen Schatzplan ab, nachdem wird noch bei Selbigem eingebrochen.
- Einbruchsteilnahme bei Faktor Kühnel in Niederoderwitz, dabei wird der bisheriger Hauptmann Palme schwer verletzt. Er stirbt danach an seinen Verletzungen.
1797
-Tochter Veronika kommt am 2.1. zur Welt.
- Karasek wird nach persönlichem Zögern als Hauptmann der Spitzbuben gewählt.
Er spielt auf dem ,Neugersdorfer Schießen’ den selbsternannten Ordnungshüter. Kleines Gaunervolk wird von ihm erkannt und sofort mit Schlägen bestraft. So macht sich der Bock zum Gärtner!
- Erster ,Zug’ unter voller Regie von Karasek nach Friedland, reiche Beute beim sehr wohlhabenden Geldwechsler Hampel.
- Weitere Einbrüche des Jahres noch in der Faktorei ,Thoms’ (Thomas) in Beiersdorf,
- und im Wassergrund Fugau, weiterhin
- ein schiefgegangenes Abenteuer in Crostau,
- Räubereien in Königswalde, Georgswalde, Rumburg.
- Größter ,Zug’ der Bande nach Raconice bei Turnau (Turnov) als eine mehr ,moralische Aufgabe’ zum Rächen bzw. zur Sühne der angeblichen Vergewaltigung der damaligen Freundin des Karasek, der üblen Apollonia durch Herrn v. Buchenstein in ihrer Jugendzeit. Zufällig war die Ehefrau des Adligen auch die frühere Geliebte des Karasek, dies stellte sich erst beim Überfall heraus. Das Ziel wird dadurch nur zum Teil erreicht. Karasek bekommt Skrupel und entschließt sich nun nicht zum ärgsten Vorgehen, das sich Apollonia erhofft. Gedrückter Dank der Herrschaften an Karasek, die nicht ahnt, dass Karasek sogar der Anführer der Bande im Schloss ist.
- 140 Gulden beträgt nach Überfall auf einen Warnsdorfer Bauern nach einem Kuhverkauf der Rauberlös.

Anfang 1798 - Das direkte Heimatgebiet ums Dörfel wird der Bande erstmalig zu heiß. Längere Zeit ,arbeitet’ man im Gebiet um Bautzen, dadurch wird aber der für die Liechtensteiner in Bautzen tätige Advokat Nese noch hellhöriger, sein erstes Kommando bleibt im Dörfel ohne sichtbares Ergebnis, das Räubernest war .sauber’. Die Aktion ist verraten worden.

Winter 1797/1798 - Wegen dieser Aktion verblieb die Bande deshalb vorerst in Ruhestellung. Zum Winterende wird das ,Hauptquartier’ im alten Erbhof Crostau gewählt.

Februar 1798 - Die Trutzmühle Cunewalde wird mit mehr als mäßigem Erfolg ,besucht’. Zwei Fäßchen Butter im Gegenzuge zu einem schwerstverletzten Arm eines Bandenmitglieds war der schlechteste ,Bruch’ außer der Verhaftung der Bande im Jahre 1800.
- Im Dorfe Wiesa bei Görlitz erwirbt Karasek eine Tischlerstube und werkt dort auch kurz selbst, wahrscheinlich als späteres Exil gedacht.
- Einbruch in Friedersdorf, erste Festnahme des Karasek in Markersdorf bei Görlitz, Rückführung über Löbau, Neugersdorf nach Rumburg. Beim Durchzug durch Neugersdorf wird Karasek von vielen Passanten sehr geschmäht. Durch vermutete Helfershelfer in der Verwaltung/Kirche Rumburgs erfolgte baldige Freilassung Karaseks. Es folgt ein Bandenkampf Karaseks gegen eine plötzlich auftauchende andere Bande unter Führung des „ROTEN” und seiner Schwester Apollonia. Karasek vertreibt die Bande und schwärzt sie erfolgreich bei der Liechtensteiner Verwaltung in Rumburg an. Einige der Kerle werden danach für längere Zeit arrestiert. Teile seiner Bande gehen eigene Wege, unbestimmt, inwieweit Karasek dies vertrat. Sie sind ohne viel Erfolg in der Gegend Spremberg und Kallenberg aktiv. Nun stellt Karasek die schlimm gewordene Disziplin wieder voll her. Er verlagert sein, Revier’ erneut bis in die Gegend des oberen Queis (Bad Flinsberg), dem damaligen Ländereck Österreich/Preußen/Sachsen.
- Größtes Jagdglück bei bestens vorbereitetem „Bruch“ erfolgte in der Brauerei zu Langenöls bei Lauban, über 700 Taler war die Beute .schwer’ (eine Geldsumme, von der eine 6-köpfige Familie über 4 Jahre leben konnte).
- Wenige Tage danach schon wieder ein Einbruch ins Schloß Haugsdorf, völlig ohne Verfolgung. Auf Karaseks Bande fiel kein Verdacht, man verdächtigte eine schlesische Bande.
- Weiterer großer Erfolg bei einem reichen unerfahrenen Erben. Letzter erbte 50 000 Taler (heute etwa 8 Millionen €) und wurde um 1300 Taler und umfangreiche Schmuckstücke ,erleichtert’. Beim vorbereiteten Gespräch Karaseks mit dem Erben (ein Töpfer), zeigt sich das besondere Geschick Karaseks so recht. Psychologisch war der ,Leie’ Karasek ein Schlitzohr von hohem Rang; die biedere Anrede wie „gnädiger Herr Lindner”, die er dabei gebrauchte, zeigt es deutlich, dies geschah in Naumburg/Queis. Herbst 1798 - Wieder daheim bei Frau und Kind. Die Bande versucht immer wieder Karasek für nähergelegene ,Brüche’ zu gewinnen. Er achtet jedoch auf die alte Räuberregel: Der Marder schont seine Umgebung! Dennoch wird er umgestimmt. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Anfang 1799 - Vieles misslingt, der Boden wird sehr heiß! Das Glück schwindet, Einbrüche in Schönbach, Cunewalde, Sohland/Spree erwiesen sich als wenig ertragsreich. Die Dörfler werden munter, man verteidigt sich oft erfolgreich. Karasek achtet noch immer Menschenleben – kein Mord!

Eine ganz besonders feine Geschichte ist die zwischen Karasek und dem aufschneiderischen Schuster in Friedersdorf, dieser wird ,heimgesucht’ bei wieder ausgezeichneter Vorbereitung und sauberster Arbeit’ der Bande, dabei als Ergänzung die außergewöhnliche ,Tätigkeit’ aller Spitzel, die für Karasek in der Oberlausitz und Böhmen Raubziele suchten, mit dem Oberspion „Königseer” an der Spitze.
- In Friedersdorf wurde das Haus ausgeräumt, Geld, Leder, u.a. auch ein lebendiges Schwein geraubt und aufgeteilt. Der Strick aber wurde immer enger für die Bande.
- Hainewalde, stets nur negativ für die Bande ausgehend, sollte neues Ziel sein. Der Raubzug wurde durch zu laute Gespräche der Bandenmitglieder im Wald ruchbar und das Dorf deshalb rechtzeitig gewarnt: Kein Erfolg. Karasek meinte, „das Dorf ist gefeit“. Von hier sollte auch das baldige Ende seinen Anfang nehmen.

Vorweihnachtszeit 1799:
- Einbrüche in Eulowitz, Oberneukirch und auf die Rentkasse von Schloss Greifenstein/Böhmen – alles nur mit mittlerem Erfolg.

Ende 1799 - Erster Gemordeter durch die Bande. Trotz erwähnter Mahnung Karaseks wird Bauer Worm in Schönborn erstickt. Karasek wusste: Blut fordert die Obrigkeit viel höher heraus wie alles andere.

Beginn 1800 - Ahnungsvolle Stimmung:
- Große Niederlage und Hohn durch Geldwechsler Gocht und Sohn in Neugersdorf.
- Raubzüge bei Bauer Schulze und Krämer Kuntsche in Seifhennersdorf und beim Leinwandfaktor Rudolph in Eibau.
In den so nahen Orten wurde die zunehmende Aktivität der Bande immer drückender. Die „Oberländer” rüsteten gegen die Bande. Es wurden dabei die „Brüche“ mit Worten und in Zeitungen stark überhöht wiedergegeben. Die Bande wurde stärker dargestellt wie sie jemals war, die Obrigkeit ging bei sächsischem Hof und Regierung in Aktion. Karasek wurde so allgemein zur verhassten Person in der ganzen Gegend, die Stimmung in der Bevölkerung immer schlechter: Man forderte endlich Maßnahmen des Staates.

Letzte Fahrt zur geliebten Gönnerin Karaseks nach Bad Warmbrunn. Der ,Katze Karasek’ wurden die Krallen klamm. Er nutzte eine Gelegenheit, die sich wie auf einem Tablett darbot, nicht, die Geldkatze (Geldbeutel) eines reichen Glasmachers in Steinschönau mitzunehmen. Karasek geht u.a. nach Bensen bei Tetschen. Sucht er hier Asyl? Das totale Verhängnis: Stets suchte sich Karasek, wohl auch zur Entschuldigung vor sich selbst, nur ,Gegner’ aus, die gemein oder dumm oder geizig waren, oder eben beides zusammen, solche, die ohne besondere eigene Leistung reich geworden waren. Nun sollte es aber ein Mann nach Wunsch der Bande sein, den Karasek wohl gut kannte: der Rittergutsbesitzer auf Oberleutersdorf sollte gebeutelt werden. Aber der reiche Herr Glathe war ein bekannter guter Mann und besonders die Weiber der Bande versuchten alles, um die Männer abzuhalten. Zur selben Zeit hatte Herr v. Kyaw auf Heinewalde Dragoner geordert. Sie sollten die überhandnehmende Wilddieberei im Zittauer Gebirge und Vorland bekämpfen, nicht unmittelbar die Bande Karaseks. Karasek erfuhr von der Stationierung der Dragoner in Hainewalde. Dies führte zum Aufschub aller Vorhaben. Zum Ausklang des Neugersdorfer Schießens, Monatswechsel Juli/August 1800, folgte dennoch der lange vorbereitete ,Bruch’ in nächster Nähe – und damit das Ende der Geschichte. Die Kunde des Raubzugs wurde in Windeseile ins Hainewalder Schloss getragen, etwa 40 Dragoner rückten an. Was Karasek nicht wusste, war, dass die königlich sächs. Regierung mit dem Kaiserlichen Österreich kurz zuvor einen bis dahin geheimgebliebenen Vertrag geschlossen hatten, nach dem die gemeinsame Bekämpfung von Banden an der Grenze zwischen beiden Ländern auch eine Überschreitung von Enklavengrenzen ermöglichte. Wenn auch der Überfall bei Glathe gelang, so zeigten herausgefallene Geldstücke den Verfolgern jedoch den Weg ins Räuberdorf Neuwalde. Fast alle Mitglieder der Bande wurden gefasst und abgeurteilt.

Karasek starb nach langjähriger Kerkerhaft am 14.9.1809 in Dresden. Noch länger saß dort Kühnel, nämlich noch 1819.
Hans-Jochen Maßlich, Neugersdorf (nach Büchern)

Landgasthof - Karasekschenke

Inhaber: Peter Dominik Zadan
Neuwalde 2
02794 Leutersdorf

Telefon : 03586-7658071
E-Mail : info@karasekschenke.info

(Kurzfristige Anfragen bitte nur telefonisch!)